Tag 3 – Das heidnische Dorf
An unserem dritten Tag auf dem WGT steht bei uns das heidnische Dorf auf dem Plan.
Unter anderen wollen wir Richard aka @Necroweb vom gleichnamigen Magazin treffen.
Der Stress fängt schon mit der Bahnfahrt zum Bahnhof an, die Strassenbahn ist total überfüllt. Mit 10 Minuten Verspätung am Bahnhof angekommen treffen wir uns mit unseren Freunden. Vom Bahnhof geht es weiter mit einer total überfüllten Bahn Richtung Agra. Schon an der Haltestelle braucht man nicht mehr nach dem Weg fragen sondern einfach den schwarzen Massen folgen.

Auf dem Weg zum Dorf stehen in einer Einfahrt ein paar Junge Kerle und verkaufen Flaschenbier für €1,20, guter Einfall denn ich habe Durst.
Zutritt zu Mittelalterdorf erhält man auch ohne Bändchen für “8 Taler Zoll für Mannen und Weibsvolk” steht am Kassencontainer. Nach ca. 20 Minuten anstehen sind wir schon drin im Getümmel.

Es ist brechend voll im heidnischen Dorf und wir sind erstmal auf der Suche nach Richard und finden ihn sogar.

Nach ein paar Worten mit Richard hat ein Teil von uns Hunger und ein anderer Durst. Wir beschlossen eine Runde durch das Dorf zu laufen auf der Suche nach Speis und Trank. Leider ist es nicht so wie Anja vom MDR in ihrem Blog schreibt, daß das “Angebot an Speis und Trank im Dorf riesig” ist. Es gibt zwar jede Menge Stände, aber mehr oder weniger überall das Gleiche. Met, Wein, Bowle, Mutzbraten und Flammkuchen. Ein einziges Zelt habe ich dann gefunden wo es Bier gab, richtiges Bier, ohne Honig und Kirschen. (Pfui)
3 Taler kostet der Becher. Die Bedienung war sichtlich im Stress und versuchte sich um alle möglichen Sachen zu kümmern um den Stand am Laufen zu halten. Sie hatte es sehr schwer.
Weiter ging die Runde auf der Suche nach einer ganz ordinären Bratwurst. Diesmal liefen wir die Runde Richtung Bühne und haben auf dem Weg so einige tolle Outfits bestaunen können.


Auf der Bühne spielte ein Band deren Namen ich nicht kenne, klang aber richtig gut.

Könnte Wolfenmond gewesen sein, egal. Eine Bratwurst hatte ich immernoch nicht und ein kleines Stück Flammkuchen für €3,50 war mir dann auch zu teuer. Wir beschlossen uns noch eine Flasche Johannisbeerwein zu kaufen (für Zuhause) und dann unsere Zelte auf dem Heidnischen Dorf abzubrechen. Der neue Plan bestand darin wieder mit einer völlig überfüllten Strassenbahn in die Stadt zu fahren um an der Moritzbastei eine Bratwurst für €2 zu futtern, ein Bier für €2,50 zu trinken (meiner Meinung nach angemessene Preise) und noch ein wenig WGT Besucher zu betrachten.


Die Schwarze Szene ist ja sehr tollerant und fast alle haben Spaß am “Sehen und Gesehen werden” allerdings kamen wir uns auf dem Freisitz der MB dieses mal vor wie im Zoo. Jede Menge “Bunte” standen förmlich Spalier und die meist älteren Herren hatten sichtlich Spaß daran die teils knapp bekleideten Frauen zu fotografieren. Ob Sie ihren Ehefrauen alle Bilder aus der neuen Sammlung zeigen?

Zusammenfassung
Es war das 20. Wave Gotik Treffen in Leipzig. Das WGT ist das größte Treffen der schwarzen Szene. Über die Jahre kamen immer mehr verschiedene Richtungen der Alternativen Szene zusammen, dadurch ist das WGT heutztage schon selbst sehr bunt geworden. Sehr gut trifft es da auch der Artikel in der Wikipedia. Das große Schaulaufen durch die Stadt wie in den letzten Jahren konnte man leider nicht beobachten, obwohl wieder über 20.000 Besucher zum WGT kamen. Die LVB haben zwar eine Sonderlinie fahren lassen, dennoch waren die Bahnen meist überfüllt. Und warum wir 2 Festivalbesucher mit Hasenkostümen gesehen haben bleibt wohl immer ein Rätsel.
Alles in allen war das WGT ein Erfolg, unzählige Veranstaltungen, viele tolle Kostüme, schönstes Wetter und ein wie immer friedliches Festival. Ich freue mich schon auf das nächste WGT zu Pfingsten 2012.
Alle Bilder von unserem WGT Wochenende gibt es bei Flickr. Noch viel mehr Bilder hat Marcus gemacht, einen Link dazu reiche ich nach.

Wie man sieht ist Conny schon ziemlich erledigt und uns beiden taten die Füße weh.










